Archiv für Februar 2014

Oma Hack und Opa Zack…beat of generation flak

Jüngst sah ich mich vernlasst mich einzumischen, als hinter mir in der Tram so sehr boshaft gezischelt und gequäkt wurde, dass mir Geifer und Guschengischt in den Nacken spritzte. Man erregt sich über die Grafitties an den Häusern. Die weibliche Stimme forderte, dass den Schmierfinken die Hände abgehackt werden sollten, während die männliche Stimme: „Totschlgen müßte man die!“ ergänzte. Als ich mich umdreht blickte ich in die Gesichter einer alten plüschigen Oma und eines freundlich erscheinenden Opas wie sie oft auf nostalgischen Suppendosen und Covern von Rentner-Bravos zu finden sind. Als ich sagte, dass man ja Angst bekäme, wenn man da zuhört, tat die die Oma erst ahnungslos. Nachdem ich aber konkreter fragte, wer denn bitte totgeschlagen werden soll, konterte Oma Hack, dass sie das ja garnicht gesagt habe. Da mischte sich Opa Zack ein und gab zu, dass er den Totschlag für Wändebeschmierer gefordert habe. Trotz leichter peinlicher Berührung der beiden Alten, rückten sie nicht von ihrem Standpunkt „Harte Strafen müssen sein!!!!“ ab. Am Park stiegen sie dann aus. Wahrscheinlich um sich demütig im Schatten von preußischer Herrschaftsarchitektur zu sühlen.
Herrenmoral und Mordlust. Oma Hack und Opa Zack im morschen Stechschritt durch Preußen. 1,5 km sind es bis zum Schloß Sansouci. 2780 km bis Stalingrad. Seniler Sadismus oder kotzt sich da der konservierte Stumpfsinn vergangener Zeiten aus?
Ich bin kein Anthropologe, aber soviel ist sicher, die beiden Möchtegern-Henker aus der Tram haben den Arsch so weit offen, dass da Panzer rein- und rausfahren könnten.




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