Die Ekelpakete von HELLersdorf

Gegen ein Asylbewerberheim regt sich „Anwohnerprotest“. In üblicher Manier reißen da Wutbürger und eingeborene Nazis das Maul auf und den Arm hoch: „Ich hab ja nichts gegen Ausländer, ABER…“, und dann plärrren sie die ganze Palette fadenscheiniger Phrasen in die Welt.
Das übliche Konglomerat aus widersprüchlichen Meinungen und dumpfen Ressentiments: Da sind angeblich arbeitsfaule Ausländer gierig auf die Jobs erwerbsloser Kartoffeldeutscher. Da phantasiert man Gefahren herbei und eine hysterische Heulsuse führt die eigenen Kinder und Autos heran, die jetzt nicht mehr sicher seien, wegen „das“ was da kommt.
Wären diese doom-deutschen Dumpfbacken bereit zu reflektieren, dann könnten sie den Schwachsinn durchschauen, stattdessen verharren sie voller Schiss in ihrer selbstgewählten Beschränktheit und rotten sich zusammen. So überwindet der Mob aus impertinenten Ekelpaketen die eigene kalte Gesellschaft zu mindestens temporär, wenn er sich bündisch unter der vermieften Decke wiederfindet und sich an den eigenen Brandreden wärmt. Aber kein Mitgefühl für Menschen, die vor Krieg und Armut fliehen. Das haben sie nur für sich selbst. Die Hellersdorfer Hohlköpfe wollen die Flüchtlinge nicht und würden sie gern aus der Stadt jagen, aber gleichzeitig brauchen sie diese für den selbsterhöhenden Vergleich, die Tritte nach unten und als Grund wie angestochen zwischen den Blocks zu krakeelen. Es ist zum Kotzen. Dieses Pack will einfach nicht aussterben.

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