Archiv für Januar 2011

Die mit der Flöte haut-Frau Sarrazin´s Weg

Frau Sarrazin, die Lehrerin aus Aggro-Berlin, hat eine recht spezielle Art mit Kindern umzugehen: Erniedrigen, Vorführen, Anschreien-das würzige Erziehungsdreierlei scheint die alte Krähe zu beherrschen. Jetzt frage ich mich auch nicht mehr warum der alte Mann an ihrer Seite so verstört ist und so abstruse Dinge schreibt, wenn die Alte fauchend hinter seinem Schreibtisch steht und seine Hausaufgaben überwacht.
Laut Presse hat Frau Sarrazin schon 2001 die Schule gewechselt, weil sie einem ihrer Schüler mit der Flöte auf den Kopf schlug. Sie hat den Rohrstock also nicht nur im Arsch, wie ihr oft hilfloser Mann.
Gerüchte, dass sie an der Rütlischule aufräumen soll, kann ich nicht bestätigen, aber die dortige Schülerschaft bibbert sicher trotzdem vor der Prügelpädagogin mit dem kalten Lächeln.
Nun, vieles weist darauf hin: Ursula Sarrazin ist im Grunde ihres Herzens ein bösartiges Weiblein, dass anderen das Leben zur Hölle macht und eigentlich gehört sie an keine Schule, sondern in ein verschimmeltes Pfefferkuchenhaus, wo sie kichernd in einem dampfenden Sud aus Eselspei, Insekten, Kacke und Rentnerrotz rührt und der Lauf der Geschichte will es, dass sie irgendwann von ihren Opfern in einen Ofen gestoßen wird. Hach, ich liebe es, mich in die Tagespolitik einzumischen.

Mein deprimierendster Tag

»Der dritte Montag im Januar gilt als der deprimierendste Tag im ganzen Jahr.« schreibt yahoo.
Also wenn es das heute war, dann freu ich mich auf alle anderen Tage 2011, denn heute schien die Sonne wie schon lang nicht mehr, ich bin grinsend durch die Stadt spaziert, ohne das mir Dampf aus dem Maul stieg und die Knochen froren, ich durch ekligen Schnee und Matsch stapfen musste, und selbst die Hackfressen, die brabbelnd und rauchend vor der Mensa standen, konnten meine zwitschernde Lebensfreude nicht trüben, meinen steigenden Serotoninspiegel nicht stoppen.
Auch die Ketten, die mich an den Fron der Lohnarbeit schmieden, schmerzen heute nicht so sehr wie sonst, ich verdrückte unzählige Müsliriegel einer »limited edition«, ohne den Zwang darüber bloggen zu müssen, und ich hatte heute »Bernd das Brot« am Telefon, der sich als Mitarbeiter der Zollstelle ausgab.
Es gibt nichts an diesem Tag zu nörgeln. Der Frühling kokettiert mit seinen Reizen, ich lüfte meinen Hut, und morgen hat er sich wieder verkrümelt, der freche Lenz. Doch das ist mir im Moment egal. Heute ist heute. Morgen ist Morgen.

Merkel und die geheimen Fäden

Die Merkelsche Neujahrsansprache war diesmal wieder so einlullend, dass ich kurz das Gefühl hatte, ihr auf den Schoß krabbeln zu müssen und da weiter zu pennen. – Neenee war nur Spaß. Ich sags laut an, denn im geschriebenen Wort verlieren sich oft Ironie und Witz.
Wo war ich stehen geblieben? Ach ja…das Merkel.
Warum trägt sie eigentlich immer nur zur Neujahrsansprache Brille? Ist das ihre Fernsehbrille? Aber sie sitzt doch im Fernseher und nicht davor? Und lesen tut sie ja auch nicht. Sie redet frei, das aber wie ferngesteuert, so wie man sie da zwischen Fähnchen und Gesteck drappiert hat und sie rhetorisch durch intellektuelles Flachwasser schleichen lässt, dass sie selbst einer Dauerwerbesendung für Hirnwegtrimmgeräte nicht gewachsen scheint. Sitzt im Hintergrund noch eine Art Supersubjekt, das sie steuert und monoton kichernd an den Marionettenstrippen zieht, die unsichtbar die unbeholfenen Patschehände und die mahnenden Augenbrauen von der Merkel bewegen?
Ich kann mich auch seit der Sichtung nicht mehr der Vorstellung entziehen, dass Merkel auch in der „Unendlichen Geschichte“ oder bei Tolkien Verwendung als behäbig schwatzendes Orakel finden könnte, dass im Asbest verseuchten Anbau vom Elfenbeinturm haust, umgeben von Skeletten, derjenigen die sie in einen ewigen Schlaf gebrabbelt hat, obwohl die Gnome im Wald die Besucher gewarnt haben, sich ja die Ohren mit Wachs zu verschließen.
Naja, ich hör schon wieder die Schelte: Rakete bleib auf´n Teppich und vor allem realpolitisch.
Kann ich nur sagen: Wenn die da oben simulieren kann ich das schon lange und Raketen sind nicht dazu gemacht, um zu verbleiben, sonst hätte ich mich Yacop Briefbeschwerer genannt oder so.
Inhaltlich war es ein schmalziges „Danke“ an Menschen und „Was haben wir nicht alles geschafft“,
und am Ende schwang sie sich zu ungeahnten Höhen auf. Ein Zitat von Karl Popper, dass nicht mehr besagt, als das Menschen die Zukunft gestalten. Eine Aussage die nicht komplexer ist als eine Seitenzahl. Der arme Ideologiekritiker Popper, der sich toterweise gegen einen solchen Missbrauch durch die radikale Mitte nicht mehr wehren kann, hat weitaus klügere Dinge gesagt, aber die haben in dieser Öffentlichkeit auch nichts verloren.




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